Sommerfeld

Ein kleiner Laden mitten in Sommerfeld. Dieses Thema wird seit Jahren verfolgt. Jetzt scheint eine Lösung möglich. Mit einem speziellen Konzept, der sogenannten multifunktionalen Nahversorgung, gibt es neue Chancen. Hierbei geht es um die Bündelung von Angeboten aus den Bereichen Lebensmittel, Dienstleistungen, medizinisch-sozialer Versorgung, Kommunikation und Kultur an einem zentralen Ort, an einer Ladentheke. Als örtlicher Treffpunkt ist auch ein Café angedacht. Bestehende Geschäfte und regionale Anbieter sollen miteingebunden werden. Am 8. März 2017 fand eine Bürgerversammlung zu dem Thema statt, bei dem erste Überlegungen diskutiert wurden.
Dazu ist Ihre Meinung wichtig! Auf Ihre ehrliche Meinung und Ihre Ideen kommt es jetzt an! Nehmen Sie sich bitte Zeit und füllen Sie den Fragebogen sorgfältig aus.
Natürlich können Sie diesen Fragebogen auch direkt im Internet ausfüllen.

Die Befragung ist anonym – alle Daten werden nur zu diesem Zweck genutzt


Was wollen wir? Sommerfeld befragt sich selbst

Haushaltbefragung

Fragebogen zur Nahversorgung
Wir Bürger befragen uns selbst.


15.04 bis 21.05. 2017



In den nächsten Wochen führen wir Sommerfelder eine eigene „Haus zu Haus Befragung“ durch. Dazu besuchen wir jeden Haushalt, also auch Sie. Die Aktionsgruppe „Nahversorgung Sommerfeld“ will mit diesem ausführlichen Fragebogen Ihre Meinung einholen. Welche Waren und Dienstleistungen Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, im Ortszentrum von Sommerfeld wünschen?
Wir, hier in Sommerfeld, merken täglich, wie sehr uns Teile einer Nahversorgung fehlen. Dabei soll es nicht nur ums Einkaufen gehen. Das DORV-Prinzip sieht auch die Stärkung/Schaffung weiterer Dienstleistungen vor, bis hin zu einem neuen Treffpunkt!
Bei all dem werden wir unterstützt vom DORV-Zentrum aus Jülich-Barmen.


Was bedeutet DORV?

Dienstleistung und Ortsnahe Rundum-Versorgung meint die Schaffung moderner Nahversorgung im Ortszentrum, möglichst in der Ortsmitte. Angeboten werden hier Lebensmittel, Güter des täglichen Bedarfs und vielfältige Dienstleistungen von privaten bis zum öffentlichen Anbieter. Vom Reparaturservice bis zum Hausarzt service ist hier alles möglich. Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit sind die Grundthemen.
Mit diesen engagierten Menschen und den Entscheidungsträgerinnen in Gemeinde und Region entwickelt DORV gemeinsam Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft und begleitet Sie mit kreativen Methoden bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten und Aktivitäten.

Das DORV-Konzept sieht gerade die Stärkung der heimischen und regionalen Angebote vor. Es soll nicht neue Konkurrenz für bestehende Einrichtungen aufgebaut werden. Eine neue Angebotsform wird entwickelt. Genau deswegen ist es wichtig möglichst viele Fragebögen zurück zu bekommen. Umso genauer lassen sich anschließend Planungen, Standortfragen, Finanzierung und Angebot herausarbeiten.


Bürgerbeteiligung:

Schließlich ist es so, dass das gesamte Projekt nur von uns Bürgerinnen und Bürgern selbst getragen werden kann, vor allem dadurch, dass wir es später auch nutzen. Deswegen ist es wichtig zu wissen, was angeboten werden soll. Und alle Mitbürger/innen in Sommerfeld sollen erreicht werden, Jung und Alt.


Kann das denn auch wirklich funktionieren?

In den letzten Monaten wurde ein Gutachten erstellt, um genau diese Frage zu beantworten. Hier ein Auszug aus dem Gutachten:


Die Einrichtung eines multifunktionalen Nahversorgungszentrums nach dem beschriebenen Fünf-Säulen-Modell des DORV-Systems ist betriebswirtschaftlich möglich.
Zur nachhaltigen Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität in Sommerfeld ist ein solches Zentrum unbedingt zu empfehlen.
Vielfältige Ergänzungen einer klassischen Lebensmittelversorgung stellen eine ganz wesentliche Grundlage der nachhaltigen Versorgungsicherung.
Die Betonung regionaler Strukturen und regionaler Produkte ist darin besonders zu unterstreichen.
Abgerundet wird all dies durch die Verlagerung einer Fokussierung auf die sogenannte Grundversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs hin zu einer multifunktionalen Gesamtbetrachtung der Nahversorgung, die gerade auch soziale Aspekte mit einbezieht.
Sas alles setzt eine aktive Beteiligungskultur der Bürgerinnen und Bürger voraus, die in Sommerfeld in Grundzügen schon gegeben ist, dennoch einer weiteren Entwicklung und Förderung bedarf.
Dazu ist einzig ein gemeinsamer Weg von Bürgerschaft, Politik und Verwaltung und privater Wirtschaft erfolgversprechend.

Ein Gesamtumsatz von ca. 430.000 € im Jahr ist realistisch und dient dann auch zur Deckung z.B. der Personal- und Raumkosten. Es sind ca. 1189 € täglicher Umsatz zu erzielen. Gemessen an der vorhandenen Kaufkraft (9.516 € pro Tag für Nahrungs- und Genussmittel) sind dies 12,49 % dessen, was wir in Sommerfeld alle gemeinsam täglich ausgeben. Im Durchschnitt wären das 170 bis 180 Kunden am Tag, die jeweils 6,61 € ausgeben. Auch ein kleines Café als Treffpunkt, die Organisation von Haushalts-, bzw. Nachbarschaftshilfe, und ein Lieferdienst sind eingebunden.
Selbst für den Standort gibt es zwei Optionen im Ort, vielleicht ergeben sich mit Ihrer Unterstützung noch weitere, die es dann zu prüfen gilt.


All diese Fragen können erst nach der erfolgreichen Umfrage entschieden werden. Deshalb nehmen Sie teil, helfen Sie uns mit Ihren Informationen.

Nur mit einer solchen Strategie der Rundum-Versorgung kann die Lebensqualität im ländlichen Raum gesichert, ja gesteigert werden. Nur so können wir möglichst lebenslang in unserer gewohnten sozialen Umgebung leben.


Für den Fall, dass wir Ihr Interesse geweckt haben, bei diesem Projekt mitzuarbeiten oder gar neue Ideen einzubringen, dann geben Sie bitte auf dem Fragebogen auch Ihre Kontaktdaten an. Diesen können Sie dem Interviewer mitgeben oder selbst in Briefkasten an der Alten Schule bringen.
Selbstverständlich werden Ihre Daten streng vertraulich behandelt.


Vielen Dank für Ihre Mithilfe



Ortsvorsteher
Jürgen Kurth




Sommerfeld,
im April/Mai 2017


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